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Piratenpartei Hessen warnt vor ›digitaler Ölpest‹

In den letzten Monaten fordern Spitzenpolitiker verstärkt das Ende der Datensparsamkeit. Personenbezogene Daten, die derzeit noch als höchst schützenswert gelten, werden zum ›Öl des 21. Jahrhunderts‹ umgedeutet. Boris Behnke, Politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Hessen, warnt davor ausdrücklich:

»Es mutet wie ein Treppenwitz an, dass ausgerechnet die Regierung, die bei der Energiewende eine Vollbremsung nach der nächsten einlegt, nun auch beim Datenschutz vermeintliche Ressourcen ohne Rücksicht auf Verluste ausbeuten will.

Deutschland hat weltweit einen ausgezeichneten Ruf als datenschutzbewusstes Land. Diese einzigartige Stellung ohne Not aufzugeben, bedeutet, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land an international agierende Datenkraken zu verkaufen.

Genau wie beim Öl sind die Folgen von Datenlecks – auch finanziell – nicht absehbar. Fließen mal wieder irgendwo ein paar Millionen Kreditkartendatensätze ab, mag hier noch ein bezahltes Monitoring der Kontobewegungen reichen. Aber was passiert, wenn die erste Sammlung mit medizinischen Daten öffentlich zum Verkauf angeboten wird? Es wurde bereits mehrfach gezeigt, dass die heute – wenn überhaupt vorhandene – Pseudonymisierung ein Witz ist und ernsthaften Angriffen nicht standhält.

Statt also einen digitalen Goldrausch herbeizubeschwören, muss als Maxime gelten, dass nur nicht erhobene Daten sichere Daten sind.

 

Quelle: Pressemitteilung der Piratenpartei Hessen

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